Die beiden Verfasser dieses Blogbeitrags, Nico und Viky haben ihn zwischen sich aufgeteilt (Nico hat die erste Hälfte verfasst, Viky die zweite), daher haben wir im Artikel deutlich gekennzeichnet, welcher Teil von wem geschrieben wurde.
Nico
„Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein gewaltiger Sprung für die Menschheit.“
Mit diesen Worten betrat Neil Armstrong am 21. Juli 1969 den Mond – oder etwa nicht? Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2016 glauben beispielsweise in Großbritannien 52% der Bevölkerung nicht, dass die Mondlandung wirklich stattgefunden hat. Auch in den USA zweifeln 5-7% an den Ereignissen aus dem Jahr 1969.
Diese Theorie um die Mondlandung ist fast unmittelbar nach dieser entstanden. In einem James-Bond-Film von 1971 flüchtet zum Beispiel ein britischer Geheimagent über ein Filmset, an dem gerade die Mondlandung nachgestellt wird. Doch heute ist sie populärer als je zuvor und daher wollten wir uns in einem Beitrag mit dieser Thematik auseinandersetzen.
Doch zuerst müssen wir euch sagen: Eigentlich haben wir das hier anders geplant. Eigentlich wollten wir beide Seiten zu Wort kommen lassen. Denn in unserem Weltallwissend-Team gab es Personen, die an die Mondlandung glaubten und die Verschwörungstheorie für totalen Unsinn hielten, und Personen, die dachten, die Mondlandung sei eine Fälschung. Daher wollten wir zu viert eine Debatte halten (zwei Personen auf jeder Seite). Der Grund, warum ihr jetzt doch nichts Kontroverses zu lesen bekommt, sondern einen Artikel mit linearer Argumentation für die Mondlandung, ist, dass beide Personen, die nicht an die Mondlandung glaubten, ihre Meinung im Laufe der Recherchen schon geändert haben – bevor jemand von der anderen Seite überhaupt etwas in der Debatte gesagt hat. Daraufhin beschlossen wir, doch nur zu zweit (darunter eine Person von der früheren „Contra Mondlandung“-Seite) einen Artikel zu schreiben, in dem wir sowohl Argumente, die für die Mondlandung sprechen, nennen als auch einige der „Beweise“, warum die Mondlandung nicht stattgefunden haben kann, entkräften.
Wenn Sie ein Geheimnis bewahren wollen, können Sie es natürlich einigen engen Freunden erzählen, die wahrscheinlich auch nichts sagen werden, aber wenn sie mehr Personen einweihen, ist es schon etwas wahrscheinlicher, dass irgendwer es irgendwann anderen Leuten weitererzählt, und wenn sie schließlich Hunderte oder gar Tausende Menschen einweihen, wird es früher oder später ans Licht kommen. Sie können zwar einen kleinen Kreis an Menschen zum Schweigen bringen, aber nicht Tausende. Genau das wäre jedoch geschehen, wenn die Mondlandung ein Betrug gewesen wäre. Tausende hätten eingeweiht sein müssen. Gründe dafür, den Betrug, wenn es einer war, irgendwann auffliegen zu lassen, hätte es für die Beteiligten genügend gegeben (Gewissensbisse, Geld, Ruhm, …). Wenn die Mondlandung also nicht stattgefunden hätte, hätte wohl früher oder später ein Mitwirkender die endgültigen Beweise vorgelegt. Jedoch hat bis heute, über 50 Jahre später, niemand etwas konkretes offenbart.
Außerdem gibt es noch andere, die im Falle eines Betruges diesen sofort gemeldet hätten: die Sowjets. Schließlich fand die Mondlandung während des Kalten Krieges zwischen den USA und der Sowjetunion statt. Auch in der Sowjetunion gab es natürlich Experten auf den Gebieten Raumfahrt und Technik. Wäre die Mondlandung eine Fälschung gewesen, wäre das ihnen wohl aufgefallen. Schließlich kann man nichts absolut perfekt fälschen! Kleine Fehler schleichen sich immer ein und die wären wohl kaum allen Experten auf den jeweiligen Gebieten in der gesamten Sowjetunion entgangen. Wenn es ernst zu nehmende Gründe für die Annahme gäbe, die USA hätte mit der Mondlandung betrogen, wären die Sowjets die ersten gewesen, die das gemeldet hätten. Von dieser Seite kamen jedoch nie irgendwelche Vermutungen, dass Neil Armstrong und Buzz Aldrin nicht auf dem Mond gelandet wären.
Aber selbst wenn die NASA die Mondlandung tatsächlich gefälscht hätte und die Sowjetunion keinen Fehler gefunden hat, wären die Amerikaner weiterhin vorsichtig vorgegangen – denn alles, was sie bezüglich der Mondlandung der Öffentlichkeit noch präsentieren, ist eine weitere potenzielle Fehlerquelle. Man hätte also auf keinen Fall später noch Fotos vom Landeort veröffentlicht, die eine Sonde, die gerade darüber hinweggeflogen ist, geschossen hat. Jedes weitere veröffentlichte Foto hätte nämlich den Fehler enthalten können, der die NASA im Endeffekt überführte. Doch genau das hat die NASA gemacht: Noch Jahrzehnte später sind manchmal Raumsonden über dem Landeplatz geflogen und haben Fotos geschossen, die dann der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Ich glaube, wenn die Mondlandung eine Fälschung gewesen wäre, hätte die NASA anders gehandelt.
Doch lasst uns nun zu den „Beweisen“ kommen, warum die Mondlandung angeblich nicht stattgefunden haben kann.
Die fehlenden Sterne
Auf den Aufnahmen der Astronauten sind keine Sterne zu sehen. Wäre die Aufnahme auf dem Mond gemacht worden, hätte man aber welche sehen müssen.
Dass keine Sterne zu sehen sind, ist eigentlich nur natürlich. Die Mondlandung fand nämlich am Tag statt und da kann man auf der Erde genauso wenig die Sterne sehen. Außerdem besitzt die Mondoberfläche eine sehr hohe Albedo, das heißt, sie reflektiert sehr viel Licht. Daher war es während der Mondlandung unglaublich hell und die Fotos mussten mit sehr kurzer Belichtungszeit aufgenommen werden, sonst wäre alles außer den Sternen überbelichtet gewesen. Eine kurze Belichtungszeit hat jedoch zur Folge, dass die Sterne nicht auf der Aufnahme zu sehen sind – da könnt ihr auch jeden Hobbyfotografen fragen. Und mal so nebenbei erwähnt: Es wäre doch sehr unwahrscheinlich, dass die NASA die Mondlandung nahezu perfekt fälscht und dann die Sterne im Hintergrund vergisst.
Astronauten springen nicht hoch genug
Es ist allgemein bekannt, dass die Schwerkraft auf dem Mond nur ein Sechstel der Schwerkraft auf der Erde beträgt. Die Astronauten müssten also viel höher springen, als sie es auf den Aufnahmen tun.
Dass die Anziehungskraft des Mondes so schwach ist, stimmt. Es gibt aber etwas anderes, das die Kritiker nicht bedacht haben: Die Raumanzüge. Die Astronauten trugen sehr schwere Raumanzüge, die zudem auch nicht sonderlich gut zum Bewegen geschweige denn Springen geeignet waren. Auf der Erde hätten Armstrong und Aldrin damit gar nicht springen können. Dass sie das überhaupt konnten, ist also eigentlich ein weiterer eindeutiger Hinweis darauf, dass die Mondlandung wirklich stattgefunden hat.
Viky
Vor ein paar Monaten, im Juli 2020 jährte sich die Mondlandung zum 51. Mal. Damals, im Juli 1969, landeten erstmals Astronauten auf dem Mond, das Apolloprogramm lief bis 1972. Seit 48 Jahren haben wir keine Fuß mehr auf den Mond gesetzt, was sich glücklicherweise voraussichtlich 2024 wieder ändern wird. Aber ich schweife schon wieder vom eigentlichen Thema ab.
Heute geht es nämlich um die erste Mondlandung, im Jahre 1969, von der immer noch unzählige Menschen denken, sie habe nie stattgefunden. Ja, ja, ich gestehe ja schon. Ich gehörte auch zu diesen Leuten und ehrlich gesagt weiß ich auch heute noch nicht zu 100%, was ich glauben soll, aber die vorliegenden Argumente sprechen eindeutig für eine erste Mondlandung. Und es sind genau diese Punkte, die mich überzeugt haben, dass es wirklich einen großen Schritt für die Menschheit gab. Nichtsdestotrotz will ich Euch heute einige Argumente auflisten, welche „Mondlandungsverneiner*innen“ gerne nennen und sie, wenn möglich, widerlegen.
Das, meiner Meinung nach, am meist verbreitete Argument ist die wehende Flagge. Der Mond hat eigentlich kaum etwas, das man Atmosphäre nennen kann, deshalb kann es dort natürlich keine Luftzirkulation geben. Ergo, die Flagge kann nicht wehen. Aber, weht sie überhaupt? Die Antwort lautet nein. Der Grund, warum sie nicht schlaff herunterhängt, ist eine Querstrebe, die horizontal angebracht wurde, wie man auf Bildern gut erkennen kann. Dass sich die Flagge ein bisschen bewegt, nachdem sie in den Boden gesteckt wurde, kommt von Vibrationen, eben weil sie in den Boden gesteckt wurde. Auf dem Mond gibt es keinen Luftwiderstand, der diese Bewegung abgebremst hätte. Raumfahrtjounalist Werner Büdeler wies darauf hin, wenn im Studio ein Ventilator benutzt wurde worden wäre, hätte man viel zu viel Staub aufgewirbelt.
Auch ein Punkt, der oft angesprochen wird, wenn es um das Thema Apollo 11 geht, ist die Technik der 1960er Jahre. Die Computer von vor über 50 Jahren waren deutlich größer als unsere heutigen, hatten aber die Rechenleistung eines Taschenrechners. Somit konnte natürlich keine Bahn für den Rückflug direkt an Bord gemacht werden. Und wie sind unsere drei Astronauten dann wieder heil auf der Erde gelandet und nicht irgendwo in den Weiten des Alls gestrandet? Die Steuerbefehle wurden schon davor in Huston berechnet und die „Eagle“ flog quasi per „Autopilot“ nach Hause.
Jetzt haben wir schon zwei wichtige Punkte besprochen, aber sind noch lange nicht fertig, es gibt noch genug Mythen zu beseitigen und richtigzustellen! Definitiv ein Thema, das angesprochen werden muss, ist der Krater, den die Landefähre zurückgelassen hat. Oder sollte ich besser sagen, den Krater, den sie nicht zurückgelassen hat? Unter dem Triebwerk befindet sich kein Krater, weil das Gas so schnell expandierte. Zu schnell, um sichtbare Rückstände zu hinterlassen. Außerdem nutzte die Landefähre der Apollo 11 nur ein Drittel der eigentlichen Landeschubkraft.
Wo wir schon bei den optischen Angelegenheiten sind, kommen wir doch gleich zu den mysteriösen Schatten der Astronauten und diverser Gegenständen. Die Schatten sind oft nicht parallel zur einzigen Lichtquelle, der Sonne und sie haben unterschiedliche Längen. Das muss doch der Beweis sein, dass die Mondlandung ein Märchen ist, oder? Nein. Die Oberfläche des Mondes ist uneben, somit können Schatten unterschiedlich lang oder kurz erscheinen. Je nach Lage der Vertiefung oder Erhebung verändert die Oberfläche außerdem den Richtungsverlauf des Schattens. Zudem verzerrt die Perspektive der Fotografie im Nahbereich das Abbild der Schatten, so dass sie nicht mehr parallel erscheinen.
Da ich auch schon wieder fast am Ende angekommen bin, möchte ich noch zwei Argumente ansprechen, die vielleicht nicht so bekannt sind (mir waren sie nicht bekannt). Als ersten Punkt auf meiner imaginären Liste wären die Fahreigenschaften des Mondmobils. Viele Leute behaupten, wegen der geringen Mondschwerkraft, hätten die Astronauten gar nicht mit dem Mondmobil fahren können. Es gäbe zu wenig Reibung (diese ist ja bekanntlich Gewichtskraft mal Reibungskoeffizient, in Buchstaben die Lieblingsformel der Ingenieure: ), die Reifen würden durchdrehen. Aber die schlauen Leute der NASA haben natürlich ein viel besseres Design als bei herkömmlichen Gummireifen ausgewählt.
Der zweite und auch letzte Punkt auf meiner, noch immer imaginären, Liste sind die Geräusche der Landefähre. Die müssten doch so laut gewesen sein, dass die Bodencrew in Huston die Astronauten gar nicht verstanden hätte, oder? Im Vakuum breitet sich ja bekanntlich kein Schall aus, deshalb spürte man im Inneren der „Eagle“ auch nur die Schwingungen von jenen Teilen, die direkt an den Triebwerken angrenzten. Außerdem besaßen die Mikrofone an Bord eine Funktion, die Störgeräusche unterdrückte. So, wie wir es von manchen Mikrofonen heute kennen.
Ich hoffe, euch hat das Lesen Spaß gemacht und ihr habt ein bisschen was mitnehmen können.
Bis zum nächsten Mal
Eure Viky 😀
Quellen:
- https://www.spektrum.de/news/die-gefaelschte-faelschung/1658940
- https://www.nasa.gov/mission_pages/LRO/multimedia/lroimages/apollosites.html
- “Hat die Mondlandung wirklich stattgefunden?” (Vortrag von Martin Elsässer)
- Terra X Lesch & Co. – “War die Mondlandung ein Fake?” (Harald Lesch)
- https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/raumfahrt/mondlandung-alles-fake/